Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes | Caisse de compensation des arts et métiers Suisses | Cassa di compensazione dell'artigianato Svizzero
 
d | f | i     
Startseite | Über uns | AHV | IV | EO | MSE | EL | FZ | PK | Online Shop | Berechnungen | Mitgliederdaten | PartnerWeb  

Häufig gestellte Fragen


Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung?

Wie hoch ist die Mutterschaftsentschädigung?

Wie lange erhält man Mutterschaftsentschädigung?

Mutterschaftsentschädigung: wie anmelden?

Mutterschaftsentschädigung: wie funktioniert die Auszahlung?

Was gibt es zur Mutterschaftsentschädigung sonst noch zu wissen?

 

 

 
 
 
 
 

Wer bezahlt Beiträge an die Mutterschaftsentschädigung?

 

Die Mittel für die Mutterschaftsentschädigung stammen aus der Erwerbsersatzordnung (EO). Wer in der AHV obligatorisch versichert ist, bezahlt zusätzlich auch EO-Beiträge.
Der Beitrag an die EO beträgt 0.3 % des massgebenden Lohnes. Dazu gehört das gesamte Bar- und Naturaleinkommen (z. B. freie Unterkunft und Verpflegung) inklusive Gratifikation und 13. Monatslohn. Arbeitgebende und Arbeitnehmende bezahlen je 0.15 %. Selbständigerwerbende bezahlen den ganzen Beitrag.

Direkt ausbezahlte Mutterschaftsentschädigung
Erhält die Mutter die Entschädigung direkt von der Ausgleichskasse, ist die Entschädigung beitragspflichtiges Erwerbseinkommen. Die Ausgleichskasse zieht vor der Auszahlung die Sozialversicherungsbeiträge ab.
 
 
 
Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung?
 
Frauen, die bei der Geburt des Kindes als erwerbstätig gelten, haben Anspruch auf Entschädigung für den Verdienstausfall im Mutterschaftsurlaub. Ob sie danach wieder erwerbstätig sind, spielt keine Rolle.
Eine Mutterschaftsentschädigung erhalten:
  • Arbeitnehmerinnen
  • Selbständigerwerbende
  • Frauen, die im Betrieb des Ehemannes, der Familie oder des
  • Konkubinatspartners mitarbeiten und einen Barlohn erhalten
  • arbeitslose Frauen, welche die Voraussetzungen für ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung erfüllen
  • arbeitsunfähige Frauen
Sie erhalten eine Mutterschaftsentschädigung, wenn sie zwei Voraussetzungen erfüllen:
  • In den neun Monaten vor Geburt des Kindes obligatorisch in der AHV versichert sind. Bei einer Geburt vor dem 9. Schwangerschaftsmonat gilt eine entsprechend kürzere Frist.
  • Mindestens fünf Monate lang unselbständig oder selbständig erwerbstätig während dieser Zeit.
Versicherungs- und Beschäftigungszeiten in EU- oder EFTA-Staaten zählen ebenfalls, wenn der ausländische Versicherungsträger sie mit dem Formular E 104 bestätigt.
 
 
 
Wie hoch ist die Mutterschaftsentschädigung?
 
 
Die Entschädigung beträgt 80 % des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor der Geburt. Sie ist begrenzt auf Fr. 196.-- pro Tag während 14 Wochen.

Ausgleichskasse zahlt die Mutterschaftsentschädigung als Taggeld aus. Das Maximum von 
Fr. 196.-- pro Tag ist erreicht bei einem Monatseinkommen von Fr. 7'350.-- oder einem Jahreseinkommen von Fr. 88'200.--.

Berechnungsbeispiel für das Maximum
Monatseinkommen: Fr.  7'350.-- x 0.80 /   30 Tage = 
Fr. 196.--
pro Tag
Jahreseinkommen:  Fr. 88'200.-- x 0.80 / 360 Tage = Fr. 196.-- pro Tag
 
 

Wie lange erhält man Mutterschaftsentschädigung?
 

Die Ausgleichskasse entschädigt den Verdienstausfall bzw. Arbeitsausfall ab dem Tag der Geburt während höchstens 14 Wochen oder 98 Tagen. Nimmt die Mutter die Arbeit früher ganz oder teilweise wieder auf, endet der Anspruch vorzeitig. Bleibt das Kind nach der Geburt für mindestens drei Wochen im Spital, kann die Mutter beantragen, dass die Entschädigung erst beginnt, wenn das Kind nach Hause kommt.

Der Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung geht einem Anspruch auf Taggelder der folgenden Versicherungen vor:
  • Arbeitslosenversicherung
  • Invalidenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Militärversicherung
  • Grundentschädigung für Dienstleistende
Die Mutterschaftsentschädigung entspricht mindestens dem bisherigen Taggeld.
 
 
 
Mutterschaftsentschädigung: wie anmelden?
 
 
Die Mutter gibt die Anmeldung ihrem Arbeitgeber ab. Dieser schickt das Formular der Ausgleichskasse. Wenn die Mutter selbständigerwerbend, arbeitslos oder arbeitsunfähig ist, schickt sie die Anmeldung direkt der zuständigen Ausgleichskasse.
Wenn die Mutter während des Urlaubs Lohn erhält und die Anmeldung nicht einreicht, füllt der Arbeitgeber das Formular selber aus.

Wenn die Mutter ihren Unterhalts- und Unterstützungspflichten nicht nachkommt, reichen die Angehörigen die Anmeldung der zuständigen Ausgleichskasse ein.

Die Anmeldung ist möglich innert fünf Jahren nach Ende des 14-wöchigen Mutterschaftsurlaubs.
 
 
 
Mutterschaftsentschädigung: wie funktioniert die Auszahlung?
 
 
Erhält die Mutter während des Urlaubs Lohn, geht die Entschädigung an den Arbeitgeber. Wenn nicht, zahlt die Ausgleichskasse die Mutterschaftsentschädigung direkt der Mutter aus.
In den folgenden Fällen zahlt die Ausgleichskasse auch einer unselbständig erwerbstätigen Mutter die Entschädigung auf Wunsch direkt aus:
  • Differenzen mit dem Arbeitgeber
  • zahlungsunfähiger oder säumiger Arbeitgeber
Die Ausgleichskasse zahlt die Mutterschaftsentschädigung am Monatsende nachschüssig aus. Beträgt die Entschädigung weniger als Fr. 200.-- pro Monat, zahlt die Ausgleichskasse den gesamten Betrag am Ende des Mutterschaftsurlaubs aus.
 
 
 
Was gibt es zur Mutterschaftsentschädigung sonst noch zu wissen?
 
 
Erwerbstätige Frauen haben Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Die Mutterschaftsentschädigung gleicht den Verdienstausfall der Frau, bzw. den Arbeitsausfall des Arbeitgebers aus.
Die Mittel für die Mutterschaftsentschädigung stammen aus der Erwerbsersatzordnung (EO). Diese basiert wie AHV und IV auf dem Solidaritätsprinzip. Sie erfasst die ganze Bevölkerung – unabhängig davon, ob jemand einmal in die Lage kommen wird, Leistungen zu beanspruchen. Wer in der AHV obligatorisch versichert ist, bezahlt zusätzlich auch EO-Beiträge.

Die Entschädigung beträgt 80 % des durchschnittlichen früheren Erwerbseinkommens der Mutter, höchstens Fr. 196.-- pro Tag.

Die Schweiz hat die Mutterschaftsentschädigung Mitte 2005 eingeführt.
 
 
 
 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

Adresse  
AK 105

Brunnmattstrasse 45
Postfach
3001 Bern

Tel. 031 379 42 42
Fax 031 379 42 43
Öffnungszeiten  
Mo - Do 8.00 - 11.30
  13.30 - 16.30
   
Fr 8.00 - 11.30
  13.30 - 16.00