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Häufig gestellte Fragen


Die nachfolgenden Antworten vermitteln nur eine allgemeine Übersicht. Im Einzelfall sind ausschließlich die gesetzlichen Bestimmungen massgebend.

 

Welcher Elternteil muss in erster Linie die Familienzulagen beziehen?

Haben mehrere Personen für das gleiche Kind Anspruch auf Familienzulagen nach eidgenössischem oder kantonalem Recht, so steht der Anspruch in nachstehender Reihenfolge zu: 
 
a. der erwerbstätigen Person;
b. der Person, welche die elterliche Sorge hat oder bis zur Mündigkeit des Kindes hatte;
c. der Person, bei der das Kind überwiegend lebt oder bis zu seiner Mündigkeit lebte;
d. der Person, auf welche die Familienzulagenordnung im Wohnsitzkanton des Kindes anwendbar ist;
e. der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit;
f. der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit.

 Voraussetzung: Mindesteinkommen zum Bezug von Familienzulagen

Ein Anspruch auf Familienzulagen hat, wer auf einem jährlichen Erwerbseinkommen, das mindestens dem halben jährlichen Betrag der minimalen vollen Altersrente der AHV entspricht, AHV-Beiträge entrichtet, ab dem 01.01.2015 sind dies Fr. 587.--/Mt. bzw. Fr. 7'050.--/Jahr (Einkommen sämtlicher Arbeitgeber zusammenaddiert).

Familienzulagenanspruch bei unbezahltem Urlaub  

Bezieht der Arbeit­neh­mer einen unbe­zahl­ten Urlaub, so wer­den die Fami­li­en­zu­la­gen nach Antritt des Urlaubs noch wäh­rend des lau­fen­den Monats und der drei dar­auf fol­gen­den Monate aus­ge­rich­tet. Nach einem Unter­bruch des Anspruchs infolge län­ger dauerndem unbe­zahl­ten Urlaubs besteht der Zula­gen­an­spruch ab dem 1. Tag des Monats, in wel­chem die Arbeit wie­der auf­ge­nom­men wird.


 Familienzulagenanspruch bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit/Unfall 

Familienzulagen werden ab Eintritt einer 100%-igen Arbeitsverhinderung für den laufenden und drei weitere Monate ausgerichtet, und zwar unabhängig davon, ob ein Lohn oder eine Versicherungsleistung bezahlt wird.
 
Wird die Arbeit nach einem Unterbruch des Anspruchs infolge länger dauernder Arbeitsunfähigkeit wieder aufgenommen, entsteht der Zulagenanspruch ab dem 1. Tag des Monats, in welchem das zum Bezug von Familienzulagen nötige Mindesteinkommen von Fr. 587.00/Mt. erreicht wird.

Doppelbezug von Mutterschaftsentschädigung und Familienzulagen zulässig

Gele­gent­lich stellt sich die Frage, ob wäh­rend des Anspruchs auf eine Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung ein gleich­zei­ti­ger Anspruch auf Fami­li­en­zu­la­gen (gemäss FamZG) bestehe oder ob die­ser wäh­rend­des­sen ent­falle.
Bei der Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung (gemäss EOG) han­delt es sich um ein Ersatz­ein­kom­men, wel­ches dem Lohn im Sinn des AHV-Geset­zes gleich­ge­s­tellt ist und somit der AHV-Bei­tragspf­licht unter­liegt. Fol­g­lich haben Arbeit­neh­me­rin­nen auch wäh­rend der Dauer einer Mut­ter­schafts­ent­schä­d­i­gung Anspruch auf Fami­li­en­zu­la­gen im Sinn des FamZG.
Grundsätzlich ist derjenige Elternteil in erster Linie zum Bezug der Familienzulagen berechtigt, unter dessen Sorge das Kind steht. Sollte dieses Elternteil nicht erwerbstätig sein, können die Familienzulagen vom Stiefelternteil geltend gemacht werden – insofern das Kind im Haushalt des Stiefelternteils lebt.
Die Familienzulagen können bis zu 5 Jahre rückwirkend bezogen werden. Dabei berechnet sich der Anspruch zurück auf den 1. des Monats, in welchem die Anmeldung bei der Ausgleichskasse eingegangen ist. (Bspw. Nach Eingang der Anmeldung bei der AK am 06.01.2015 besteht der Anspruch auf Auszahlung der Familienzulagen rückwirkend ab dem 01.01.2010.)
Die Familienzulagen werden von einer Familienausgleichskasse in der Schweiz bezahlt, sofern der andere Elternteil der Kinder im Wohnstaat keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
Führt der andere Elternteil im Wohnstaat der Kinder eine Erwerbstätigkeit aus, müssen in erster Linie die Familienzulagen dort bezogen werden. In der Schweiz kann in diesem Fall u.a. eine Differenzzulage ausgerichtet werden.
Adresse  
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