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Jährliche Leistungen


Die jährlichen Ergänzungsleistungen entsprechen der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben und den Einnahmen, die angerechnet werden können. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Personen, die zu Hause leben und Personen, die in einem Heim wohnen.

Folgende Ausgaben werden bei beiden Berechnungsarten anerkannt:

  • Berufsauslagen bis zur Höhe des Bruttoerwerbseinkommens;
  • Kosten für den Unterhalt von Gebäuden und Hypothekarzinsen bis zur Höhe des Bruttoertrags der Liegenschaft;
  • Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung. Die jährlichen Beträge werden durch den Bund für jeden Kanton einzeln festgelegt.
  • Beiträge an AHV, IV und EO;
  • geleistete familienrechtliche Unterhaltsbeiträge, z.B. Alimente.

Folgende Ausgaben werden für Personen anerkannt, die zu Hause leben:

  • für den allgemeinen Lebensbedarf pro Jahr;

 für Alleinstehende

Fr. 18'720.--

 für Ehepaare

Fr. 28'080.--

 für die ersten zwei Kinder

Fr.   9'780.--

 für zwei weitere Kinder

Fr.   6'520.--

 für jedes weitere Kind

 Fr.   3'260.--

  • Der jährliche Mietzins und die damit zusammenhängenden Nebenkosten einer Wohnung. Bei Personen, die in einer Liegenschaft wohnen, die ihnen gehört, wird als Mietzins der Eigenmietwert angerechnet.

Für Alleinstehende können maximal Fr. 13'200.-- angerechnet werden. Für Ehepaare und für Personen mit Kindern werden höchstens Fr. 15'000.-- anerkannt.

 Beispiele

Fr.      

 Nettomiete

8'100.--

 Nebenkosten

      800.--

 Angerechnete Miete

 8'900.--

Wenn die Personen in einer Liegenschaft wohnen, die ihnen gehört, können Nebenkosten pauschal in der Höhe von Fr. 1'680.-- angerechnet werden. Falls eine rollstuhlgängige Wohnung notwendig ist, so erhöht sich der von den Kantonen festgelegte Höchstbetrag für die Mietzinsausgaben um Fr. 3'600.--. Bei Personen, die in einem Heim oder im Spital leben, werden folgende Ausgaben anerkannt:

  • die Tagestaxe. Die Kantone können einen Höchstbetrag festlegen.
  • der Betrag für persönliche Auslagen wie Kauf von Kleidern, Produkte für die Körperhygiene, Zeitungen, Steuern, usw. Dieser Betrag wird von den Kantonen festgelegt.

Voll als Einkommen angerechnet werden:

  • Renten der AHV und IV, der Pensionskasse (berufliche Vorsorge), der Militär- oder Unfallversicherung und von ausländischen Sozialversicherungen. Dabei werden die Renten des laufenden Jahres berücksichtigt.
  • Einkünfte aus dem Vermögen wie Zinsen, Miete, Untermiete, Pacht oder Nutzniessung;
  • der Eigenmietwert der Wohnung;
  • familienrechtliche Unterhaltsbeiträge wie Alimente;
    Ersatzeinkünfte wie Taggelder der Krankenkasse, der Invalidenversicherung, der Arbeitslosenversicherung oder der Unfallversicherung;
  • wiederkehrende Leistungen von Arbeitgebern;
  • Erwerbseinkommen bei Bezügern eines IV-Taggeldes;
  • Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist;
  • ein Teil des Vermögens (Verzehr), das bei Alleinstehenden Fr. 25'000.-- und bei Ehepaaren Fr. 40'000.-- übersteigt.

Zusätzlich werden bei selbstbewohnten Liegenschaften Fr. 112'500.-- nicht als Vermögen berücksichtigt. Sofern diese Freibeträge überschritten werden, wird ein Teil davon als Einkommen angerechnet.

Dieser Anteil beträgt:
 

 

bei Invalidenrenten

1/15

bei Hinterlassenenrenten

 1/15

bei Altersrenten

 1/10

Lebt die versicherte Person in einem Heim, kann dieser Betrag je nach kantonaler Regelung bis zu einem Fünftel betragen.

Beispiel für alleinstehenden Altersrentner:

Fr.       

Vermögen (Bank)

60'000.--

Freibetrag Vermögen -25'000.--
Angerechnetes Vermögen

35'000.--

davon 1/10

3'500.--

Teilweise als Einkommen angerechnet wird das Erwerbseinkommen. Von diesem werden die Berufsauslagen, die Sozialversicherungsbeiträge und ein Freibetrag von Fr. 1'000.-- bei Alleinstehenden und Fr. 1'500.-- bei Ehepaaren abgezogen. Vom Rest werden zwei Drittel als Einkommen angerechnet. Allenfalls kommt ein hypothetisches Einkommen zur Anrechnung.

Nicht als Einkommen angerechnet werden:

  • Verwandtenunterstützungen;
  • öffentliche oder private Leistungen der Fürsorge und Sozialhilfe;
  • Hilflosenentschädigungen der Sozialversicherungen (mit Ausnahmen bei Heimaufenthalt);
  • Stipendien und andere Unterstützungsbeiträge für die Ausbildung.

Bei Ehepaaren, von denen zumindest der eine Ehegatte im Heim resp. im Spital lebt, wird die jährliche EL für jeden Ehegatten einzeln berechnet. Dabei werden die anrechenbaren Einnahmen und das Vermögen des Ehepaares zu gleichen Teilen den Ehegatten zugerechnet.

Wenn sich das Einkommen oder Vermögen eines EL-Bezügers oder einer EL-Bezügerin wesentlich verringert oder erhöht, wird die EL auch im Verlauf des Kalenderjahres entsprechend angepasst.

Adresse  
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Fax 031 379 42 43
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